Sonntag, 1. August 2010

Bakkushan in Dresden

Gestern hatte ich die Möglichkeit, zusammen mit meinen Bandkollegen Tino & Jule Bakkushan in Dresden zu sehen. Okay, nennen wir es nicht gleich Dresden: es war Weixdorf - weit, weit weg von zuhause. Ein kleiner Mehrzweckacker diente als Tanzfläche. Das Ganze lief unter dem Namen "Rock auf dem Acker". Unkreativer Name, wohl wahr - doch das Festival an sich ist wirklich eine gute Sache. Einige durchaus respektabel musizierende Nachwuchsbands gaben sich im Bandcontest die Ehre, das Essen war studentenpreisig und das Beste: die Tickets waren kostenlos. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an die zahlreichen, ehrenamtlichen Mitarbeiter! Dies war auch der Grund, warum ich mich überhaupt bequemte, raus in die Prärie zu fahren. Bakkushan war mir bis dahin kein wirklicher Begriff, trotz MTV-All Eyes On, trotz Musikvideos. Umso unvoreingenommener, gespannter und überraschender gestaltete sich das Betrachten & Mittanzen beim Auftritt der vier Mannheimer. Oh - Mannheim...war da nicht was? Genau: MBWTEYP, The Intersphere (übrigens in der Danksagung des Albums vertreten) und andere erstklassige Kappellen kommen von dort. Ob es dort ein Nest gibt?

Was sich dann letztenendes auf der winzigen Bühne abspielte, war phänomenal. Aufwändige Arrangements und spieltechnische Perfektion, zusammengeklebt zu massiv tanzbaren und gleichermaßen abgehenden Songs ließen irgendwann selbst die verklemmtesten Zuschauer mitzappeln. Mir war nicht bewusst, wie schön deutschsprachige Rockmusik doch sein kann.  

Anschließend ließen sich die sehr bodenständigen, netten Bandmitglieder am Merchstand abfangen, genug Zeit zum Quatschen und Fotos machen war vorhanden. Unsere Bahn kam erst halb zwei. Jule lies sich nicht lumpen und ergatterte für 15€ das Debutalbum der Truppe, Scheiben-Siegel folgt demnächst hier.


Viel mehr kann ich gar nicht sagen. Wärmste Konzertempfehlung, falls sich Bakkushan mal in eure Stadt begeben. Sowohl für Ich-will-einfach-nur-tanzen-Zuschauer als auch für den Musikkritiker wird sich mit Sicherheit ein vollends zufriedenstellender, lohnender Abend ergeben. 

Und nun frisch auf den Tisch: ein akustischer und visueller Leckerbissen: das Musikvideo zu "Alles war aus Gold". Macht's gut. 





PS: Wikipedia meint: "Der Name der Band stammt aus dem Japanischen und beschreibt sinngemäß „eine Frau, die von hinten besser aussieht als von vorne“."

Mittwoch, 14. Juli 2010

Facebook auf Piratisch!

Hab' vor einigen Minuten gelesen, dass Facebook nun auf einer piratenartigen, Englischen Version verfügbar ist. Glaubt ihr nicht? Probiert es aus! Einfach auf einer beliebigen Facebookseite nach unten scrollen, auf die aktuell eingestellte Sprache klicken und "English (Pirate)" auswählen. Ahoi!



Sonntag, 11. Juli 2010

Ich hab's gesehen: Twilight Eclipse.

Hey, ich bin Christoph. 18 Jahre alt, heterosexuell und hab mir gestern drei Twilight-Filme hintereinander angeschaut.
Okay, jetzt wo ich es mir noch einmal vor Augen führe klingt es doch ziemlich paradox, weniger wahr ist es deshalb nicht. Der ganze Quatsch lief im Rahmen der bundesweiten "Twilight-Trippel"-Aktion, bei der man sich bereits mehrere Tage vor dem offiziellen Kinostart selbstdestruktiv Eclipse, den dritten Teil der Serie, zu Gemüte führen konnte. So kam es also, dass Chris und ich die Initiative ergriffen und wir uns zusammen mit unzähligen 13-19 jährigen, schluchzenden, nervösen Mädchen Selbiges antaten. 12:00 ging es los: Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen. Ein schrecklicher Film: eine flache Geschichte, durch überschnelle Kamarafahrten überdeckte, miserable Spezialeffekte und nicht zuletzt die unglaublich stupiden Dialoge - pfui! Ich zitiere:  Charlie: "Dein Haar ist länger!" Bella: "Ich habe es das letzte mal abgeschnitten, als wir uns gesehen haben." Charlie: "Dann sind sie wohl wieder länger geworden." Fragezeichen, mehr kann ich dazu nicht sagen.
Auch gut fand ich folgende Perle der Dichtkunst: Edward: "Ich bin Edward. Und du bist Bella" - Bella (nach einer langen Pause und einem tiefen Blick in seine Augen): "Ich weiß!"
Der zweite Film reiht sich nahtlos in dieses Begeisterungspektrum ein, ich kann ihn ebenfalls nicht empfehlen. Anzumerken ist, dass zumindest beim Soundtrack kaum Raum für Kritik bleibt. Trotzdem:  die Zeit verging langsam, die Flasche in meiner Hand war inzwischen leer. Twilight - mein Beileid.


Und dann kam der große Augenblick: Der Kinosaal würde zum dritten Mal gedimmt und es erschien der Schriftzug: Twilight-Eclipse. Und ich muss sagen: ich war positiv überrascht. Man muss sich eingestehen: Die Geschichte ist noch flacher als die der ersten beiden Teile. Ich will nicht viel verraten, im Wesentlichen geht es um eine zombieähnliche Vampirarmee und die verzweifelten versuche Bellas, mit Edward zu schlafen. Dazu kommt, dass der Soundtrack im Vergleich zu den ersten beiden Teilen wesentlich schlechter geworden ist. Ach ja: sinnlos brutal ist der Streifen auch. Warum der Film dennoch einen guten Eindruck hinterlassen hat? Das flache Geschwafel ist smarten, durchaus witzigen Dialogen gewichen. Die schauspielerischen Fähigkeiten sind überzeugend, wenn auch nicht außergewöhnlich. Der Hauptgrund aber, warum ich den Film mit einem guten Gefühl sehen konnte: die Fremdschämmomente fehlen. Nicht vollständig, frisch gekämmte Emokrieger die böse gucken wirken immer noch lächerlich, aber im Gegensatz zu Teil I und Teil II überwiegen diese Momente nicht. 


Wer also zuviel Geld, bekloppte Freunde, den Wunsch eine Freundin (schluchzend, 13-19 Jahre) zu finden und / oder genug Alkohol im Blut oder Rucksack hat, kann sich die ersten beiden Filme anschauen. Teil 3 empfehle ich allen, die vorurteilsfrei an romantisch-kitschige Filme herrangehen können. Ob der Film nun eine absolute Messe  oder doch nur gesundes Mittelmaß ist, scheint fragwürdig. Sicherlich wird man den Kauf der Kinokarte zumindest nicht bereuen. 



Dienstag, 4. Mai 2010

Scheiben-Siegel: KGB - Préliminaires



Der heutige, Musik-Tipp, das erste zu vergebene Scheiben-siegel dieses Blogs, verweist auf eine Rarität: eine potentiell weltweit erfolgreiche Band aus Frankreich mit Tuba, die nach feinstem Funk klingt. Klingt komisch? Ja. Aber auch klasse. Die Rede ist von Kaktus Groove Band.
Die achtköpfige Kapelle (diesmal ist die Bezeichnung sogar angebracht) stammt aus dem Hexagone, genau genommen aus Dijon. Prinzipiell schreckt mich die französische Sprache aufgrund diverser Traumata in meiner akademischen Laufbahn eher ab, Kaktus Groove Band nimmt mir allerdings jegliche Vorurteile bezüglich dieser Sprache. Um es gewählt ausgedrückt zu umschreiben: "Rockt irgendwie doch die Scheiße ziemlich fett!" Es ist einfach eine ganz große Kunst, Blechblasinstrumente mit der Standardaufstellung einer Funkband zu kombinieren, ohne dass akustischer Brei entsteht. Yannick und seinen Kumpanen gelingt diese Symbiose perfekt. Und genau diese verblüffende Kreuzung hat die Gruppe im November 2009 im Studio Tonspur für Tonspur zu einer EP zusammengebastelt. Folgendes Video verdeutlicht recht gut, wie gewissenhaft und doch Spaß habend die Arbeit am Tonträger verlief. Besonders hervorheben möchte ich dabei den Drummer. Einfach ein Typ, der weiß, was den Fellen gefällt.
Zur EP gibt es eigentlich gar nicht so viel zu sagen: Mit einer Spielzeit von rund einer halben Stunde bekommt man für die 9,95€, die man für den Download des Werkes bei Musicload hinblättert, einen noch fairen Gegenwert. Trotz des konsequent aufrecht gehaltenen Sounds unterscheiden sich die einzelnen Stücke deutlich voneinander. Während "Lente Précipitation" ehre melancholische Töne anschlägt, bringt "Escartes Les Cuivres" auch die müdesten Gestalten zum zappeln. Wer's nicht glaubt, sollte sich im Player am oberen Ende dieses Posts selbst ein Bild davon machen. Alle anderen können sich die EP hier auch mal zu Gemüte führen, hören kostet ja nichts.
Ich persönlich finde, Bands wie Kaktus Groove Band sollten, beispielsweise durch das Fan-Werden auf Facebook, unterstützt werden. Wer weiß: Wenn der Anteil der deutschen Fans auf Facebook exorbitant steigt bin ich optimistisch, dass sich dieses fantastische Oktett auch mal auf Deutschlands Bühnen die Ehre gibt. Wünschenswert wäre es. 


Interpret: Kaktus Groove Band
Album: Préliminaires
Genre: Funk / Jazz
Klingt wie: Red Hot Chili Peppers, The Meters, Bootsy Collins
Spielzeit: 30:21
Preis: 9,99€ bei Musicload
Urteil: 
Empfehlenswert





Titelliste:
01. ...
02. Trimar Connection
03. Lente précipitation
04. El Fureto
05. Grande illusion
06. Ecartes les cuivres
07. We Need This



Freitag, 30. April 2010

Achtung, Fälschung!


Tick, Tack - nicht diese Nacht.

Die Morgenröte liebkoste meine Augenlider. 
Alsbald erstreckte sich meines Geistes Fokus 
erneut in Richtung Tag.So lies ich sie hinter mir.
Die Nacht. 

Ja, es war der Moment indem ich gar zu Fühlen glaubte, 
ich sei Sir P. von Diddy. nd so lies ich ihn gleiten,
des Blickes Schleifstein über mein Haupt.
Lies Tor und Tür öffnen.
Durchtrat sie. 

Fürwahr: noch heute werde ich streifen. 
Streifen durch die Lande, dem Rausche hingegeben.
Doch ich hielt ein: Mein Mund.
Ich reinigte ihn mit gar berauschendem Trank.
Denn wisse, oh du törichtes Wesen:
für mich gibt es kein zurück. 

Nicht diese Nacht. 


Original:

Freitag, 23. April 2010

Tourdaten

Natürlich gehen MBWTEYP mit der neuen EP auf Tour. Folgende Städte können sich geehrt fühlen:
30.04. Heidelberg – Marstallhof / Studentenwerk (Tanz in den Mai)
05.05. Oberhausen - Zentrum Altenberg
06.05. Stuttgart – Universum
07.05. Lahnstein – Lahneck Live
08.05. Trier - Chat Noir
12.05. Berlin - Knaack
13.05. Hamburg – Marx
14.05. Frankfurt/Main – Sinkkasten
15.05. Mannheim – 7er
16.05. Köln - Underground
29.05. Wesel – Esel Rock Festival
11.06. Brandenburg - Campusfest
18.06. DORTMUND - Campusfest
24.07. Viersen/Hoher BuschEier mit Speck

Das passende Facebookevent findet ihr hier.


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Grace...

DER WAHNSINN GEHT WEITER:
MBWTEYP - "GRACE IS A BEAUTIFUL THING TO LOSE, MY FRIEND"

Update: Die EP ist jetzt auch bei iTunes zum Preis von 2,99 erhältlich!

Nach gefühlten Minuten und einer reellen Ewigkeit mal wieder ein kurzer Blogeintrag, diesmal mit einem schändlich einfachen Verweis auf die fantastische EP der deutschen Glamrockband My Baby Wants To Eat Your Pussy, mit welcher ich wie allgemein bekannt unweigerlich das Wort "Perfektion" verbinde. Die EP ist bei Musicload erhältlich (kostenpflichtiger Download // 3,59€). Reingehört werden kann und sollte hier auf Myspace.

Tracklist:
01. Bravest Face
02. Grace Is A Beautiful Thing To Lose, My Friend
03. Ginger
04. And Now That You Know
05. SuN

Montag, 29. März 2010